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  Änis-Paradies
 
   

Altes Basler Rezept für Änisbrötli

In einem Basler Kochbuch aus dem Jahr 1824 findet sich folgendes Rezept:

«Nimm vom Mehl ein Pfund, siebe es fein und stell es über Nacht ins Ofenloch. Nimm ein Pfund trockenen Zucker und vier Eier, aber grosse; zwei Löffel ausgeblasenen Änis, wenn Du es fein haben willst, sollst Du Ihn im Ofen bähen. Vom alten Baselbieter Kirsch zwei Esslöffel (lupft sie gut und vertreibt den Eiergeschmack).

Zucker, Eier und Änis lass vom ältesten Buben rühren, dann vom zweitältesten, dann vom dritten, zusammen wenigstens eine halbe Stunde, dann gib das Chriesiwasser dazu, schaffe das Mehl darunter und wirke den Teig auf dem Wallbrett, bis er schön verbunden ist. Wälle den Teig aus, aber nicht zu dünn, und drücke mit Sorgsamkeit und Kraft die Model auf.

Hernach alles auf mehlbestäubtem Brett 24 Stunden an die Wärme gestellt und dann bei schwacher Hitze backen. Um sie schön weiss zu haben, stäube vor dem Backen Mehl darauf und blase es nachher weg.

Kriegen sie keine Füsschen, so schimpfe die Buben aus oder die Stubenmagd: War schlecht gerührt oder Durchzug in der Stube.

Änisbrötli ohne Fuessli sind ein Ärgernis.»

 

Model 4640 «Basilisk mit Baselstab» zusammen mit einem damit geformten Änisbrötli   Ein Basler Änisbrötli und sein Model  

 

Weitere Rezepte finden Sie hier.

 
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Alle Rechte: - Linus Feller Letzte Änderung: 25.10.2013